Definition der Skoliose Behandlung nach Lehnert-Schroth


Frau Katharina Schroth aus Bad Sobernheim, wo auch die einzige Klinik für Skoliose Therapie nach Lehnert-Schroth in den späten 60-zigern eröffnet wurde, litt selbst an einer massiven Skoliose. Sie entwickelte eine Therapieform, anfangs nur auf sie selbst abgestimmt, mit der man die Skoliose mit diversen Hilfsmitteln dreidimensional aufrichtet und die entsprechende Muskulatur dehnt, beziehungsweise segmental kräftigt. Das Bahnbrechende and dieser Therapie ist die Nutzung der Drehwinkelatmung als Verstärker zur Wirbelsäulenkorrektur über die angrenzenden Rippen zur Aufrichtung und damit Korrektur der verkrümmten Wirbelsäule.


Der Skoliose-Patient erlernt, wie er seine konkaven Wirbelsäulenabschnitte mit Hilfsmitteln wie Reissäckchen, Unterlagen und Holzstöcken aufrichten kann, sowie die Atmung zur Hilfe nimmt um die Wirbel und Rippen zu derotieren und dies mit effizienten Übungen stabilisiert. Ihre Tochter erlernte ebensfalls diese Methode. Sie behandelte und unterrichtete in Bad Sobernheim gemeinsam mit ihrem Ehemann Adalbert Schroth und führte somit das Lebenswerk ihrer Mutter fort.







Durch die gemeinsame Tätigkeit wurde aus der Skoliosetherapie nach Schroth somit die Skoliosetherapie nach Lehnert-Schroth. Auch wenn es bis heute nur einen wissenschaftlich haltbaren Beweis der Wirksamkeit dieser Therapieform gibt, wird es weltweit neben der Verordnung von Skoliose Korsetts und Skoliose Operationen angewendet, um die Patienten mit spezifischen Übungen zu unterstützen.